28.11.2020

Kantstraße, Herbst 2020

 Ein paar Tuschen von der Charlottenburger Kantstraße von diesem Herbst: 


  
7. Oktober: Der U-Bahneingang auf der südlichen Seite der Kreuzung Wilmersdorfer- | Kantstraße strahlt gelblich nach oben. Die Aufzugskabine befördert immer mal wieder durch neblige Glasschichten sichtbare Figuren nach unten.
 
  
28. Oktober: Um halbelf trinke ich allein an einem der Tische des McDonalds an der Ecke Wilmersdorfer-/ Kantstraße Kaffee und schaue durchs Fenster: Draussen trinken Leute Milkshakes, essen und gestikulieren. 
 
 
31. Oktober (Halloween): Ich setze mich auf eine Bank im Innenbereich des Savignyplatzes, Ecke Grolmannstraße. Vor mir wächst eine mächtige Plantane aus ihrem Baumloch raus. Erst höre ich nur Straßengeräusche, leicht gedämpft. Pfandsammler kommen vorbei, einer hat ein Feuerzeug zum Leuchten und guckt unter die Bänke und flucht, keine Flaschen und Finger verbrannt. Dann höre ich junge Menschen auf der Nebenbank, Musik und partyartiges Gerede. Von woanders kommen ab und zu Männer, suchen zum Urinieren geeignete Orte und glauben, welche gefunden zu haben. Unter der Plantane ist es ziemlich dunkel, Stadtlichter machen Farbflecken ins Schwarzweiß.
 
 
 
28. November: An der Ecke Bleibtreu- / Kantstraße. Ab und zu tragen Männer leere Kisten aus dem Gemüseladen an der Ecke in einen offenen Lieferwagen. Der fährt weg und PKW halten, die Fahrer bestellen Essen bei Zaim Falafel (neben dem Gemüseladen). Andere Menschen stehen davor, manche Essen und die meisten warten – in den Imbiß kommt man nur zum Bezahlen. Es ist kalt.
 
Ich gehe seit Juni immer wieder abends zur Kantstraße - mehr Tuschen davon gibt es hier
 

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