14.03.2016

Auf zwei Rädern durch die Sahara- Reiseskizzen aus Ägypten und dem Sudan




Zum achten Mal durchquerte ich in diesem Winter die Sahara auf per Fahrrad. Die dabei gewonnenen Erfahrungen nutzte ich, um für einen Radreiseveranstalter geführte Touren zu leiten. Seit letztem Jahr nahm die Nachfrage der immer gut gebuchten Fahrradreisen durch Ägypten und den Nordsudan rapide ab. Da es dem Veranstalter und auch mir ein Bedürfnis ist, das oftmals verzerrte Bild der Europäer von der arabischen Welt vor Ort zurecht zu rücken, erklärte ich mich bereit, die diesjährige Reise auch nur mit einem Teilnehmer durchzuführen. Dadurch hatte ich die Möglichkeit, sehr intensiv die unglaublich gastfreundlichen Menschen, ihre fremdartige Kultur und die atemberaubenden Wüstenlandschaften in festzuhalten.













Auf meiner Reise hatte ich DIN A4- und A6-formatige Bücher in meinen Fahrradpacktaschen. Die kleinen Formate dienten mir als visuelle Tagebücher, in denen ich außer farbigen Portraits und Straßenszenen auch Telefonnummern, Namen und arabische Vokabeln notierte. Die großen, querformatigen Bücher sind ideal geeignet, um Landschaftspanoramen festzuhalten.






Auf einer Reise entlang des Nils kommt man an den antiken Bauten der Pharaonen in Ägypten nicht vorbei. Ein extremes Hochformat betont die atemberaubende Höhe des 4000 Jahre alten Karnaktempels in Luxor.
 
Ein starker Nord-Südwind ermöglicht schnelles Reisen auf dem Fahrrad entlang des Nils. Der Nasserstausee wurde per Schiff, andere Teilstrecken per Zug oder Bus überbrückt.
 
Auf dem Kamelmarkt von Dongola war ich bald umringt von einer Traube Schaulustiger, als ich mein Skizzenbuch auspackte. Ich suchte mir einen der rauhen Burschen mit einem signifikanten Kopftuch aus und portraitierte ihn zur allgemeinen Belustigung der Umstehenden.


 
Aus der Ruhe der Wüste kommend dröhnte der Großstadttrubel in der Hauptstadt des Sudans - Khartum - doppelt laut in unseren Ohren. In einem Straßencafé ließen wir das quirlige Treiben an uns vorüberziehen.
Schließlich ging es wieder Richtung Norden ins kalte Europa. Ich hoffe, bei meiner nächsten Fahrradreise im Februar 2017 vielen Reiseteilnehmern die Schönheit dieser touristisch sehr unverbrauchten Region der südlichen Sahara zeigen zu können. Ruhe und Gelassenheit sind durch diese entschleunigte Art des Reisens und dem Festhalten persönlicher Eindrücke in Skizzenbüchern garantiert!


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