25.02.2018

Les Enfants du Paradis

Das "Katerfrühstück" schmeckt auch ohne Kater sehr gut. Ich erfahre, dass Kater (gueule du bois) wörtlich sowas wie "Holz-Fresse" heißt.

24.02.2018

Comic Lesung - Drei Steine

Der Hamburger Zeichner und Illustrator Nils Oskamp las am Freitagabend im Comicladen "Modern Graphics" in der Kastanienallee aus seinem autobiographischen Comic-Roman "Drei Steine".
Die Geschichte des jugendlichen Schülers der von rechtsradikalen Mitschülern drangsaliert wurde und sich zur Wehr setzte.
Chapeau, Nils!


09.02.2018

Mal wieder Markthalle

Schon wieder haben wir uns in der Arminiusmarkthalle in Moabit zum Zeichnen getroffen. Diesmal hatten wir Besuch von Max aus Leipzig. Es war noch recht früh und es wurde geputzt und gerückt und gebaut. Schon wieder entstehen neue Stände. Es gibt immer Bewegung in der Halle. Eine Ecke sah besonders gemütlich aus, da haben wir uns auf roten Samtsofas und -sesseln an einem runden alten Holztisch niedergelassen. Von hier aus einmal nach rechts gezeichnet (es war noch leer)...



... und einmal nach links zur Küche des Hofladens (Mittagszeit - schlagartig voll mit schnitzelessenden Leuten).





04.02.2018

"An einem Sonntag im August"

... dabei war es ein Donnerstag im Januar.
Ein kleines privates Zeichnertreffen fand aus Anlass des Besuchs der Zeichnerin Maria aus Manila in dem Café mit dem sperrigen Namen statt. (Sperriger Satz!)
Auf meinem Weg von der S-Bahn zum Café bin ich über eine Fußgängerbrücke gegangen, die über die Bahngleise führte. Von dort oben hatte ich Einblick in einen rumpeligen Hinterhof, den ich gleich mal skizzieren wollte. Während ich da zeichnete, spazierte ein Fuchs im Gleisbett herum. Es war mittags um halb zwei. Von wegen nachtaktiv!

Im Café war es voll mit überwiegend sehr jungen Leuten. Ein hübscher schmaler Junge legte seinen Kopf verliebt auf die Knie seiner Freundin und sah dabei sehr verträumt aus. So hätte ich die beiden gern gezeichnet, doch ich hatte sie bereits auf dem Papier (oben rechts).

 "An einem Sonntag im August" in der Kastanienallee in Prenzlberg.


 Gerümpel im Hinterhof neben den Gleisen.


02.02.2018

Frannz


Am nieseligen Januar-Nachmittag ist das Restaurant Frannz später ganz leer. Ich weiß, dass mir der Halloumi-Burger letztes Mal schon nur so mittel geschmeckt hat, aber weil es so gemütlich ist und die Kellnerin so viel Wohlgefühl verbreitet, esse ich wieder einen. Als Christine und ich später die einzigen Gäste sind, setzt die Kellnerin sich mit dem Koch an einen Tisch in der Nähe und sie essen auch etwas. „Die zeichnen doch gerade so schön“, sagt sie vorher noch zum Koch, der vielleicht gefragt hat, ob sie sich denn vom Tresen entfernen kann. Die Frage des Kochs war untergegangen in – wahrscheinlich – Sweet Dreams oder Power of Love, denn so etwas lief die ganze Zeit und versetzte mich in die Schulzeit zurück. (´So was, wie auf WDR 2 immer gespielt wird, winkte ein Freund nur müde ab, als ich später schwärmte. Er war nicht vor Ort und kann nicht wissen, dass beim Zeichnen im Frannz auch Musik, die vielleicht nur so mittel ist, ziemlich gut kommt.)

02.01.2018

Hackendahl

Eine alt-berliner Kneipe in der Friedrichstraße, dementsprechend voller Touristen. Trotzdem hat sie Charme und verströmt etwas historisches. Wieviel an der Kneipe wirklich alt ist, kann ich nicht sagen, aber man kann sich gut 20er-Jahre-Leben darin vorstellen. Auf dem Tresen steht ein Glasballon mit selbstgebrautem rötlichen Schnaps/Likör, in dem Früchte (Birnen?) liegen.

Die große Zeichnung habe ich auf dem Barhocker sitzend gezeichnet (was nicht sehr komfortabel war) und komplett zuhause coloriert. Die kleine ist eine Postkarte, die ich heute schon verschickt habe.





17.12.2017

Am Nordufer



Neben der Straße 'am Nordufer' läuft ein schmaler Pfad am Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal entlang. Gegenüber der letzte Kran des Westhafen am Kanal in Richtung Nordhafen. Heute, am Sonntag, liegt dort kein Schiff, ab und zu laufen Jogger oder Menschen mit ihren Hunden den Pfad entlang, erst als ich zurück zur Föhrer Brücke laufe begegnet mir ein erstes Schiff, ein Schubschiff, ohne Bargen.

06.12.2017

Impala Coffee am Senefelder Platz

Hier habe ich ein bisschen Wartezeit überbrückt. Diese orangefarbene Wand mit dem Türkisstreifen hat es mir angetan. Ist ein ganz spezieller Farbton, den ich nur bedingt getroffen habe. Der kleine Coffeeshop mit eigener Röstung ist lebendig und wirkt irgendwie anziehend auf mich. An der Scheibe sind riesige Buchstaben, die (von außen gesehen) sagen: TO STAY. Ja, für TO GO ist es auch zu schade.
Und draußen berliner Schmuddelwetter mit Nieselregen.


03.12.2017

Zum 1.Advent

Endlich ein neuer Beitrag, es ist ja schon eine Weile her, seit ich zum letzten Mal etwas geschrieben habe. Vielleicht möchtet Ihr auch mal bei Drink and Draw mitmachen:

Montag, Dienstag und Donnerstag in der "Alten Münze" in der Molkenstraße 2 in 10179 Berlin von 19-22 Uhr, mehr erfahrt Ihr auf deren Webseite, siehe Verlinkung.
Die Kimonos sind mit Gouachefarben im Skizzenbuch festgehalten worden, die Kohle/Kreidezeichnungen auf Packpapier, ca 50/70 cm.
Da ich ab 2018 nach Hamburg ziehe, müßt Ihr Euch sowieso nach anderen Möglichkeiten umsehen, leider kann ich ab Januar keinen Malunterricht mehr anbieten. Im Dezember bin ich noch da. Im Bahnhof gibt es noch andere Malgruppen oder Ihr könnt bei den Urban Sketchers mitmachen.

23.11.2017

Charlottenburg <> Kreuzberg




Richtung Kreuzberg in der U2. Beim Umsteigen am Gleisdreieck kommt ein dünner Typ mit zwei quergesteppten Daunenjacken übereinander die Treppen zum Bahnsteig der U1 hoch - die untere schwarz und knielang, die oberer kürzer in pixeligem Camouflage-Muster.

In der U-Bahn erklärt er, dass er jetzt schon einige Tage draussen sei und ein wenig Geld brauche, um mal wieder eine Nacht warm zu schlafen, deshalb wäre er nun wieder zur motz, das wäre dann auch irgendwie gut, denn er hätte mal wieder ein paar Leute getroffen. Überhaupt könne er gegen die Leute nichts sagen, da müsse er sogar der motz widersprechen, die gerade die Missstände bei der Kältehilfe anprangere, man müsse vor allem erstmal dankbar sein, bei Leuten, die ohne dass sie was davon hätten helfen, das wolle er vor Allem sagen.

Er geht rum, in der einen Hand eine abgegriffene Ausgabe der motz, die er nicht zum Verkauf anbietet. Ich will ihm was geben, habe aber nur 10 und 20 Cent-Münzen, der Zug hält, er will in den nächsten Wagen (auf der U1 fahren noch viel alte Züge, bei denen man nicht zwischen den Wagen durchgehen kann), nimmt meine 40 Cent, mehr gab es nicht in diesem Wagen, und bedankt sich beim Aussteigen überschwänglich.



Zurück vom Kottbusser Tor ist die U1 sehr voll, ich stehe. Es wird leerer, die Buchleserin links unter mir steht auf, geht zur Tür und steht hinter mir - ich bin nervös. Als ich das letzte mal auf dieser Strecke gezeichnet habe, wollte mich ein Typ deswegen anzeigen - weswegen - ich hätte nicht gefragt. Ich habe ihn gar nicht gezeichnet, aber vielleicht seine Tochter, zumindest eine junge Frau, die gesehen hatte, was ich mache und der es egal war. Er habe mich fotografiert, als Beweis,  'Wenn die Zeichnung irgendwo auftaucht, kassieren Sie eine Anzeige'.

Heute sagt die Leserin vor dem Aussteigen etwas Nettes. Schön!

10.10.2017

Heckmann-Höfe und Clärchens Ballhaus

Am Sonntag trafen wir uns zum Zeichnen in den Heckmann-Höfen in Mitte. Sie verbinden die Oranienburger Straße und die Auguststraße. Ich mag das Verschachtelte der Höfe, die Häuser stehen fast nie in rechten Winkeln zueinander. Das Wetter war herrlich, der Himmel unglaublich blau, aber die Sonne zog schnell weiter, sodass ich bald im Schatten saß (und da war es doch schon sehr kalt).


Zum Aufwärmen und Weiterzeichnen ging es dann in Clärchens Ballhaus zum Tanztee. Hinter uns schien die Herbstsonne in den Raum und die Tanzpaare genossen den Schwoof. Entspannte Atmosphäre und heiße Getränke - es ist einfach ein schöner Ort. Und immer ein bisschen wie eine Reise in die Vergangenheit.