26.03.2017

Grünes am Görlitzer Bahnhof



Ich zeichne die Treppe runter, vom Mittelpodest, am Görlitzer Bahnhof. Einer der Dealer vom Fuss der Treppe kommt bald angerannt und fragt mich, was ich tue. Zeichnen. Er ist nervös und aggressiv, sagt undeutlich irgendwas, irgendwie warnend bis drohend, soviel verstehe ich. Er geht und weiter passiert nichts. Menschen gehen treppauf und runter zur und von der U-Bahn. Die Typen unten an der Treppe sehen angespannt aus, aber das sind sie wohl immer. Ihre Rolle ist Scheiße, denke ich. Ich gehe bald (Farbe mach ich zu Hause). Am Kiosk ein Plakat eines Lebensmittelmarktes - Wir packen ihnen auch eine Tüte mit Grünem. lustig.

22.03.2017

Café Einstein am Alex

Ein kleines Treffen einiger Zeichnerinnen zwecks Übergabe bestellter Skizzenbücher im Café Einstein. Wr hatten gute Fensterplätze, aber da ich die Umgebung am Alex nicht besonders schätze, habe ich mich lieber dem Café zugewandt. Es war laut und voll, und die Servicekräfte wirkten gestresst und schlecht gelaunt.


An der Säule saß noch ein Mann, den ich eigentlich zeichnen wollte, doch kaum hatte ich angefangen, war er auch schon weg.


21.03.2017

Pariser Platz

Im ersten Stock der Akademie der Künste blickten wir links auf Brandenburger Tor und rechts auf die Seitenfront des Adlon. Das Auto - es gab sich von Nahem als Chevrolet zu erkennen - kam mit schnödem deutschen Kennzeichen angefahren, das nach dem Parken gegen ein leuchtendes kubanisches ausgetauscht wurde. Zwischenzeitlich stand noch eine halbe Stunde ein altes Motorrad vor dem ganz rechten Eingang, ehe es wieder aus dem Blickfeld geschoben und die Sitzgarnitur dort hingestellt wurde.

Die hintere Person ist einer der am Pariser Platz wartenden Kutscher. Sie kamen, teilweise historisch kostümiert, immer wieder mit zwei Eimern herüber und pumpten für ihre Tiere Wasser aus einer Art temporärem, also komplett verdeckbarem Brunnen.

15.03.2017

Lunchkonzert Tegel

Im zweiten Stock des Einkaufszentrums Borsighallen gibt es auch kostenlose Lunchkonzerte von Konzertmusiker_innen, zum gleichen Zeitpunkt wie in der Philharmonie. Die Sitzplatzsituation ist hier entspannter, es gibt Stühle für alle.

13.03.2017

'they have names' Fotoausstelung im refo-Moabit


Heute eröffnete in der refo-Moabit eine Ausstellung von Fotos des 'they have names' Projektes. Viele der Portraitierten sind auch da, rennen durch die Kirche oder betrachten ihr vergrößertes Abbild.
Über friedliches Zusammenleben von Menschen schreiben die Initiatoren Penny Eifrig und Daniel Sonnentag (der hier im karierten Hemd begrüßt): '...Dazu gehört, dass man sich seinem Gegenüber öffnet, von sich erzählt, sich offenbart, aber auch zuhört und versucht, sich einzufühlen, zu verstehen, nachzuvollziehen.'
Die Ausstellung ist noch bis zum 26.03. zu sehen.

05.03.2017

sonntagnachmittags, draussen

 . .
Sonntagnachmittag fahre ich raus, d.h. erstmal zum Ostbahnhof.

 
Es ist doch noch ziemlich kalt, so daß der Flohmarkt nur mau besucht ist. Der silberhaarig- und bärtige Verkäufer ist trotzdem gut gelaunt und nett. Wenn es zu voll wäre, wäre auch nicht gut, dann habe keiner Ruhe zum gucken und kaufen.
 
Am Heinrichplatz sitzen schon viele Leute draussen, einige in dick wattierten Anoraks und Andere nur in Hemd und Trainingshose. Irgendwann lehnt eine Frau ein Fahrrad mit Babypuppe im Römersitz an die Laterne vor dem Lokal. Ich wundere mich nur kurz, den die mutmaßliche Puppen-Besitzerin kommt auf ihrem mutmaßlich ersten Fahrrad angefahren, auf dem Kopf einen rosa Skihelm, inklusive Schneebrille.

28.02.2017

Neues aus Lichterfelde

Aber nichts Gutes. Hatte freie Sicht auf den West-Bazar und die Florentinische Villa in Lichterfeld-West, 3 Bäume an der Ecke Baseler Str./Curtiusstraße wurden gefällt, still und heimlich, damit sich bloß keiner aufregt. Da soll wohl ein Zebrastreifen hin. Noch sind keine Blätter an den Bäumen, so hat man freie Sicht auf die Gebäude. Außerdem bangen wir um unseren Bürgertreff im Bahnhof, die Miete ist erhöht worden und das Bezirksamt möchte nicht zahlen....

Öl auf Keilrahmen, 24 x 30 cm

24.02.2017

Die Hand

...mit der Uhr. Jeder, der öfter mal nach Moabit fährt, kennt sie. Seit 1975 steht die Bronzeplastik von Joachim Schmettau vor dem Gymnasium Tiergarten an der Lessingstraße. Ich habe schon als Kind vom Auto aus nach ihr Ausschau gehalten und mag sie immer noch sehr. Sie ist übrigens auch in einem frühen Depeche Mode-Video zu sehen (kurz vor Ende) bei "Everything counts".



Ich habe sie von der Fußgängermittelinsel einer stark befahrenen Kreuzung aus auf eine Postkarte gezeichnet.

20.02.2017

Clärchens Ballhaus

Wirklich ein skurriler Ort. Das Licht ist angemessen schummrig, daher habe ich die Farben gar nicht ausgepackt und nur hell/dunkel gezeichnet. Die Teilnehmer des seltsamen Tanzkurses fand ich bald spannender als den Saal (der ist aber auch sehenswert.)

an der Decke eine riesige Discokugel, an den Wänden Glitter.
Es wird getanzt.



19.02.2017

Kantinenlesen

"Gipfeltreffen der Berliner Lesebühnen", streckenweise sehr unterhaltsam und angriffslustig (und: Ja, es wurde trotz winterlicher Temperaturen rückenfrei getragen)

Clärchens Ballhaus

Zeichentreffen im Ballhaus. Wir waren Zeugen eines skurrilen Tanzkurses. Es wurde die "Quadrille" geprobt für einen Faschingsball. Ein höfischer Tanz aus Napoleons Zeiten zu marschähnlicher Musik, dazu ein weiblicher Tanzlehrer-Feldwebel mit durchdringender Stimme. Ich dachte, gleich kommt Kaiser Wilhelm eingeritten!





Danach habe ich Freunde auf einer privaten kleinen Feier in Schöneberg getroffen.




 Und hier noch ein paar junge Leute in der U6.

16.02.2017

im Haus Huth

Am Vortag der Berlinale-Eröffnung wird sich hier am Potsdamer Platz über Regisseur_innen und ihre Filme unterhalten und werden in konzentrierter Arbeit Stundenpläne für die kommenden Kino-Tage erarbeitet. Mit einsetzender Dämmerung wurden vorher unsichtbare, in den Bäumen hängende Leuchtröhren sichtbar, in denen in ständiger Wiederholung Licht von oben nach unten rast.

Das Haus Huth (auch: Weinhaus Huth) fällt als Altbau am Potsdamer Platz sehr aus dem Rahmen. Während der Teilung Berlins stand es allein auf freier Fläche, benachbart nur von der Mauer. Die Standhaftigkeit des Hauses rührt von seinem Stahlskelett, das ursprünglich wegen der Lagerung großer Mengen Weins für nötig erachtet worden war.